Gelenke fit halten

5 Tipps, mit denen Sie Ihre Gelenke bis ins hohe Alter fit halten

Schmerzen in den Gelenken sind zwar weitverbreitet, aber meist kein unabwendbares Schicksal. Unsere Empfehlungen für den Alltag helfen Ihnen, Gelenkbeschwerden und -erkrankungen vorzubeugen bzw. zu lindern.

Fast jede dritte Frau und jeder vierte Mann leiden unter akuten Gelenkschmerzen, wie das Robert Koch-Institut ermittelt hat. Je höher das Lebensalter, desto größer das Risiko, dass die Hüfte, die Schulter oder die Knie nicht mehr wie gewollt funktionieren. Ausschlaggebend ist meist entweder Verschleiß (Arthrose) oder Osteoporose. Deren Fortschreiten kann jedoch häufig verhindert oder zumindest gebremst werden, um mehr Bewegungs- und Schmerzfreiheit und damit mehr Lebensqualität zu gewinnen.

„Die Gelenkgesundheit wird maßgeblich von unserem Lebensstil beeinflusst, sodass wir selbst viel zur Prophylaxe und zur Heilung beitragen können“, erklärt die Osteopathin und Physiotherapeutin Relindis Kabir, die in Berlin-Zehlendorf praktiziert. „Am wichtigsten ist – auch wenn es bei schon eingetretenen Schmerzen schwerfällt – regelmäßige Bewegung, aber auch die Ernährung, die Ergonomie bei der Arbeit und das alltägliche Konsumverhalten bieten oft vielversprechende Hebel.“

Konkret helfen Ihnen diese fünf Tipps, die Gesundheit Ihrer Gelenke möglichst lange zu erhalten:

  1. Ernährung: Mit einer gesunden Ernährung stärken Sie Ihr Darm-Mikrobiom und erhalten die Zellfunktionen. Dadurch kann die Wahrscheinlichkeit von Übergewicht mit den daraus resultierenden Erkrankungsrisiken und der erhöhten Belastung für die Gelenke sinken. Überdies zählt eine an der mediterranen Küche ausgerichtete Kost mit vielen Vitaminen, Antioxidantien und Omega-3-Fettsäuren auch direkt auf die Gelenkgesundheit ein.
  2. Bewegung: Regelmäßige Bewegung tut den Gelenken gut, sofern sie nicht mit Überlastungen einhergeht. Welche Bewegungsart geeignet ist, hängt von verschiedenen individuellen Faktoren ab, etwa dem Alter, dem Fitnessgrad und Vorerkrankungen.
  3. Konsumverhalten: Verzichten Sie auf Tabak und auf nennenswerten Alkoholkonsum, da beides den Gelenken nicht guttut.
  4. Ergonomie: Falls Sie bei der Arbeit oder bei ausgiebig gepflegten Hobbys einseitige Körperhaltungen (wie Sitzen) über lange Zeit einnehmen, sollten Sie über Ausgleich nachdenken, um Gelenke und Weichgewebe nicht einseitig zu belasten. Bei einer Tätigkeit im Sitzen kann beispielsweise der häufige Wechsel an einen Steh-Arbeitsplatz und/oder ein ergonomischer Stuhl eine Lösung sein; zudem hilft „dynamisches Sitzen“, also häufige Positionswechsel, begleitet von kleinen Bewegungseinheiten.
  5. Osteoporose-Vorbeugung: Um Ihr Risiko einer Osteoporose zu reduzieren, sollten Sie auf eine ausreichende Vitamin-D- und Kalziumaufnahme achten. Auch moderates Krafttraining wirkt einer Osteoporose entgegen.
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